Mittwoch, 24. Juni 2015

BMUB-Pressedienst Nr. 149/15 - Umwelt/Pilotprojekt

Berlin, 24. Juni 2015

Umwelt/Pilotprojekt
Windkraft plus Pumpspeicher gleich Elektrifizierung

Wenn der Wind kräftig bläst, wird häufig ein Überschuss an erneuerbarer
Energie erzeugt, der nicht ins öffentliche Netz gespeist und auch nicht
gespeichert werden kann. Stattdessen werden die Produktion gedrosselt und
Windräder abgeschaltet. Mit diesem Missstand könnte bald Schluss sein.
Erstmals soll jetzt ein Windpark mit einem Pumpspeicherkraftwerk
kombiniert werden. So kann überschüssige regenerativ erzeugte Energie
kurzfristig vor Ort gespeichert werden. Die Anlage liefert neben Strom
auch die für das zukünftige Energiesystem benötigte Flexibilität. Das
Bundesumweltministerium fördert dieses innovative Verfahren der
Naturstromspeicher Gaildorf GmbH & Co. KG mit 7.150.000 Euro aus dem
Umweltinnovationsprogramm.

Das Unternehmen plant den Betrieb einer Demonstrationsanlage, in der vier
Windenergieanlagen mit einer Leistung von jeweils 5 Megawatt errichtet und
mit einem Pumpspeicherkraftwerk verbunden werden. In die Bauwerke der
Windkraftanlagen sollen Wasserspeicher integriert werden. Diese oberen
Wasserspeicher werden über eine Druckrohrleitung mit dem Kraftwerk und
dem Unterbecken, einer ehemaligen Flutmulde, verbunden. Die elektrische
Speicherkapazität des Pumpspeicherkraftwerks beträgt 70
Megawattstunden.

Durch die Integration des oberen Wasserspeichers in die Bauwerke der
Windkraftanlagen kann auf den Bau eines separaten Oberbeckens verzichtet
werden. Damit entfallen Baumaßnahmen sowie An- und Abtransport von
Aushubmasse. Dadurch können ca. 19.000 Lkw-Fahrten mit einem CO2-Ausstoß
von ca. 400 Tonnen vermieden werden. Weiterhin entfallen Rodungsarbeiten
auf einer Waldfläche von 2 bis 4 Hektar.

Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige, großtechnische
Anwendung einer innovativen Technologie gefördert. Das Vorhaben muss
über den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter
haben.

Weitere Informationen zum Förderprogramm und zum Vorhaben unter:
http://www.umweltinnovationsprogramm.de/projekte



Das BMUB auf Twitter: @bmub

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Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
Bau und Reaktorsicherheit, Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
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